Risikoarme Entnahme von Gewebeproben: Ultraschallgestützte Aspiration/ultraschallgestützte Biopsie

Die ultraschallgestützte Aspiration beziehungsweise ultraschallgestützte Biopsie sind zwei unterschiedliche Verfahren der ultraschallgeführten Probeentnahme mittels einer Punktion. Diese Verfahren setzen wir ein, wenn Veränderungen von außen nicht tastbar sind und umliegende Strukturen, wie Gefäße, geschont werden müssen oder aufgrund von Auffälligkeit nur ein bestimmter Bereich der Veränderung punktiert werden soll. Vor allem im Brustkorb, Bauchraum oder im Halsbereich liegende Läsionen gehören dazu.
Auf dem Ultraschallbild ist die Kanüle sichtbar und der untersuchende Tierarzt kann zu schonende Strukturen umgehen und die Punktion der Läsion sicherstellen.

Was ist eine Aspiration?

Bei der sogenannten Aspiration wird durch Punktion des veränderten Gewebes mit einer Kanüle Gewebsmaterial durch den Unterdruck der aufgesetzten Spritze in die Kanüle gesogen. Die entnommene Probe wird auf einem Objektträger ausgestrichen, angefärbt und durch unsere Zytologin Dr. Ruth Höinghaus in unserem Praxislabor ausgewertet.

Was ist eine Biopsieentnahme?

Bei der Biopsieentnahme wird ein kleines Gewebsstück mittels einer Tru Cut Biopsienadel oder durch einen chirurgischen Eingriff entnommen und zytologisch und/oder pathologisch untersucht.

Die gezielte Probeentnahme und damit die Möglichkeit, eine definitive Diagnose zu stellen ist für eine weitere optimale Therapieplanung unumgänglich.